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Georg Weerth
Bibliographie
Weerthkritik in der Prodomo
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Georg Weerth
"Der erste und bedeutendste Dichter des
deutschen Proletariats"
(Friedrich Engels im "Sozialdemokrat", 07.06.1883)
Georg (Ludwig) Weerth wurde am 17.02.1822 in Detmold in der alten
Generalsuperintendentur unter der Wehme geboren, die noch heute
Eigentum der Lippischen Landeskirche ist. Detmold war im 19.
Jahrhundert die Hauptstadt des Fürstentums Lippe unter der Führung
Leopolds des Zweiten und hatte 1828, also in Weerths Kindheit, 3497
Einwohner. Sein Vater Ferdinand Weerth (1774-1836) war 1805 von der
damaligen Fürstin Pauline zum Generalsuperintendenten des Fürstentums
Lippe ernannt worden und so von Kettwig/Ruhr nach Detmold
übergesiedelt. (1) Das Leben seines Vaters und die zwar streng
christliche, aber dennoch verständige und tolerante Erziehung, die den
Kindern viele Freiheiten gewährte, prägte das Leben Weerths nachhaltig.
Georg Weerth war das viert älteste Kind, das aus der Ehe Ferdinand
Weerths mit Wilhelmine Burgmann (1785-1868) hervorging. Sein ältester
Bruder Carl (1812-1889), der von Beruf Naturwissenschaftler war,
gründete 1825 das Lippische Landesmuseum in Detmold, wo noch heute
Souvenirs von Weerths Handelsreisen ausgestellt werden. Seine einzige
Schwester Charlotte, genannt Lotte, starb bereits mit 22 Jahren am
Kindbettfieber. Sein älterer Bruder Wilhelm (1815-1884) ergriff
ebenfalls wie sein Vater den Beruf des Pfarrers und sein jüngerer
Bruder Ferdinand (1825-1897) wurde wie Weerth Kaufmann. Zu seinen
Eltern hatte er, auch wenn er politisch häufig eine andere Meinung
hatte als sie, immer ein gutes Verhältnis. Weerth besuchte, bis er 14
Jahre alt war, das Detmolder Gymnasium. Zu dieser Zeit erlitt sein
Vater jedoch mehrere Schlaganfälle, von denen er sich nie richtig
erholte, und so geriet die Familie sehr bald in Geldnot und verlangte
von Weerth einen Beruf zu ergreifen um Geld zu verdienen, anstatt die
Schule zu beenden. Am 16.09.1836 zog er also von Detmold nach
Elberfeld, wo er bei der Firma J.H. Brink & Co. eine kaufmännische
Lehre begann. (2) 1838 lernte Weerth Hermann Püttmann (1811-1874),
Redakteur der Barmer Zeitung und Dichter, kennen. Dieser war selbst
politisch aktiv und weckte so langsam das Interesse für Politik und
soziale Fragen in Weerth und ermunterte ihn ständig, Gedichte zu
schreiben. 1839 trat er dem "Literaten-Kränzchen" Freiligraths bei.
Dort trafen sich regelmäßig 15 Doktoren, Poeten und Kaufleute, die über
Literatur diskutierten und sich gegenseitig sowohl ihre eigenen
Gedichte als auch die bekannter Dichter vortrugen. Die Gedichte, die
Weerth zu dieser Zeit verfasste, nahmen keinen Bezug auf politische
oder soziale Themen, sondern klangen unkompliziert und unbeschwert und
handelten größtenteils von "Wein, Weib und Gesang". Sie unterschieden
sich nicht von der damals produzierten romantischen „Massenware“.
1840 zog er nach Köln, wo er als Buchhalter der Firma Graf
Meinertshagen arbeitete, nachdem er sich vergebens in Buenos Aires und
Mailand beworben hatte. In Köln führte Weerth im Gegensatz zu Elberfeld
ein geselligeres und kostspieligeres Leben. Er hatte viele gute
Freunde, mit denen er sich abends oft traf, um Kneipen zu besuchen. Er
genoss das Leben dort, vor allem zur Karnevalszeit, die er ausgiebig
feierte. Seine Arbeit langweilte ihn jedoch schon sehr bald und so zog
er 1842 nach Bonn, wo er in dem Textilunternehmen von Friedrich aus´m
Weerth, einem nahen Verwandten, arbeiten konnte. Hier trat er dem
sogenannten "Maikäferbund" bei, einem Dichterkreis, der sich ähnlich
wie Freiligraths "Literaten-Kränzchen" regelmäßig traf, um über
Literatur zu diskutieren. (3) Nachdem es 1843 zu einem Zwischenfall
zwischen ihm und seinen Chef gekommen war, hielt er es für besser
sofort zu kündigen. Weerth hatte zufällig die Kampagne „für
Pressefreiheit und Judenemanzipation“ des Bürgermeisters, der
gleichzeitig der beste Freund seines Chefs war, als Heuchelei
aufgedeckt. Er zog im Dezember 1843 nach Bradford (England), wo er
einen Job als Korrespondent der Textilfirma Ph. Passavant & Co.
angeboten bekommen hatte. Sein zweieinhalb-jähriger Aufenthalt in
Bradfort sollte sein weiteres Leben entscheidend prägen.
Die industrielle Revolution war in England wesentlich weiter
vorangeschritten als in Deutschland und so waren auch die sozialen
Verhältnisse viel schlechter. Es herrschten katastrophale
Wohnverhältnisse und unerträgliche Gesundheitszustände, wie Weerth sie
aus Deutschland nicht kannte. Hier begann er sich mit dem Proletariat
zu beschäftigen und sein Hass auf die Bourgeoisie wurde nahezu
unerträglich. Er selbst führte in Bradfort als Kaufmann ein relativ
gutes Leben, hatte immer genug zu essen und wohnte in einer
einigermaßen großen Mittelklassewohnung. Bei einer Reise nach
Manchester traf er sich mit Friedrich Engels, der später sein bester
Freund werden sollte. Dieser besorgte ihm damals Bücher und so wurde er
nach und nach mit immer radikaleren politischen Themen und Ideen
vertraut. (4) Um sich ein genaueres Bild der Arbeiterklasse machen zu
können, begleitete er seinen Freund McMichan, der als Arzt tätig war,
häufig auf seinen Visiten durch die Arbeiterviertel und wurde sich so
des Elends immer mehr bewusst. Hier fand er außerdem den Zugang zu
einer der vielen Chartisten-Gruppen (5), die sich überall in England
gebildet hatten. Weerths Sympathien galten den radikaleren "physical
force Chartists". Ab Herbst 1844 befasste er sich in seinen Gedichten
und Prosa-Texten ausschließlich mit politischen, sozialen,
wirtschaftlichen und geschichtlichen Themen. Nachdem er über die
Vermittlung Engels die Bekanntschaft mit Ludwig Feuerbach gemacht
hatte, kam nun noch hinzu, dass er mit einem "spöttisch-bitteren" Ton
in seinen Werken über die von Gott gewollte Ordnung herzog. Nach der
Lektüre von Feuerbachs religionskritischen Schriften, die besagten,
dass der Mensch selbst Gott erfunden habe, hatte er erkannt, dass es
keinen Sinn macht auf Gott zu vertrauen, weil die "grellsten Kontraste
(der) gesellschaftlichen Zustände" so unüberbrückbar geworden waren. In
dieser Zeit veröffentlichte er nur sehr wenige seiner Werke und wenn,
dann erschienen sie in den Organen des (Früh-) Sozialismus, wie den
"Rheinischen Jahrbüchern" und Heß´ "Gesellschaftsspiegel". Aufgrund der
schlechten klimatischen Verhältnisse und dem Dampf und dem Rauch der
Fabriken hatte sich Weerths Gesundheitszustand so verschlechtert, dass
er England verlassen musste. Im Sommer 1845 fuhr er für sechs Wochen
nach Brüssel, wo er Marx kennenlernte und sich mit ihm anfreundete. Im
März 1846 bekam er eine Stelle bei der Kammgarnspinnerei Emanuel &
Son in Brüssel angeboten, die er sofort annahm.
Brüssel war 1846/47 zum Mittelpunkt aller kommunistischen Tätigkeiten
geworden. (6) Marx und Engels gründeten hier 1846 das "Kommunistische
Korrespondenz Komitee", für das Weerth auf seinen Dienstreisen als
Kurier arbeitete. Während seines Aufenthaltes in Brüssel beschäftigte
sich Weerth nur sehr wenig mit Literatur, sondern konzentrierte sich
neben dem Handelsleben vor allem auf Politik. Während der nächsten
Monate war er ständig unterwegs auf Geschäftsreisen durch Belgien, die
Niederlande und Frankreich. Vom 16. -18.09. 1847 besuchte Weerth den
Freihandelskongress in Brüssel, auf dem die Vorzüge des Freihandels
diskutiert wurden. Nach langem Zögern hielt er selbst eine Rede, in der
er sich zwar mittelfristig für den Freihandel und gegen Schutzzölle
aussprach, aber nur um später eine wirkliche Verbesserung der Lage der
Arbeiter auf revolutionärem Weg zu erreichen. Er war der einzige
Redner, der diese Frage vom sozialen Gesichtspunkt her betrachtete und
nicht vom wirtschaftlichen. Er genoss riesigen Erfolg und sogar die
ausländische Presse berichtete über ihn. Angespornt durch die mit einem
Mal auf ihn gerichtete Aufmerksamkeit wurde er von diesem Zeitpunkt an
politisch wesentlich aktiver. Als er im Februar/März 1848 von dem
Ausbruch der Revolutionen in den verschiedenen Ländern hörte, brach er
sofort seine Geschäftsreisen ab, um nach Paris zu fahren und die
Revolution aus nächster Nähe mitzuerleben und aktiv daran beteiligt zu
sein.
Im April 1848 zog er zusammen mit Marx und Engels nach Köln, um dort
bei der Gründung der "Neuen Rheinischen Zeitung" (NRhZ) mitzuhelfen.
(7) Durch die unsichere wirtschaftliche Lage hatte Weerth kaufmännisch
kaum zu tun und konnte sich daher ganz der Schriftstellerei widmen.
Weerth wurde der Feuilleton-Redakteur der NRhZ und somit zum ersten
sozialistischen Feuilleton-Schriftsteller Deutschlands. Hier
veröffentlichte er u.a. in Fortsetzungen "Humoristische Skizzen aus dem
deutschen Handelsleben", in denen er die Bourgeoisie und ihr
unentschiedenes Verhältnis zur bürgerlichen Revolution parodiert.
Später schreibt er die "Leben und Taten des berühmten Ritter
Schnapphanski", eine Parodie über den Adel. Am 19.09.1848 wurde Fürst
Felix Lichnowski (1814-1848) ermordet, der Weerth als Vorlage des
"Ritter Schnapphanski" gedient hatte. Es wurde daraufhin ein Verfahren
wegen „Verunglimpfung des Verstorbenen“ gegen ihn aufgenommen, das
jedoch vorerst zu keinem Ergebnis kam. Am 26.09.1848 wurde der
Belagerungszustand (8) über Köln verhängt. Alle Redakteure der NRhZ
verließen Köln und so erscheint am 27.09.1848 die vorerst letzte
Ausgabe der NRhZ. Weerth konnte sich bei einem Freund in Bingen vor der
Polizei verstecken. (8) Als nach acht Tagen der Belagerungszustand
aufgehoben wurde, fuhr er sofort zurück nach Köln, wo er mit Marx
zusammen alles versuchte, die NRhZ wieder erscheinen zu lassen, was
ihnen am 12.10.1848 auch gelang. Nachdem auch die anderen Redakteure
wieder eingetroffen waren, widmete Weerth sich wieder dem Handel. Er
machte Geschäftsreisen nach Belgien, England, Holland und Frankreich
und schrieb nebenbei einige kurze Feuilletons für die NRhZ. Am
12.05.1849 erschien die endgültig letzte und in rot gedruckte Ausgabe
in der Weerth sein letztes Feuilleton „Proklamation an die Frauen“
veröffentlichte. Danach verließ er Köln und zog nach Lüttich (Belgien).
Da er sich in zwei seiner Feuilletons jedoch über Belgien und die
belgische Regierung lustig gemacht hatte, wurde er sehr schnell
angezeigt und aus Belgien ausgewiesen. Etwa gleichzeitig erreichte ihn
auch das Urteil des "Schnapphanski-Prozesses" , in dem er für schuldig
befunden und zu drei Monaten Haft und fünf Jahren Verlust der
Bürgerrechte verurteilt wurde. Er erhob daraufhin Einspruch und zog
vorerst zu Marx und Engels nach London. (9) Mitte Januar 1850 erreicht
ihn dann das endgültige Urteil des "Schnapphanski-Prozesses", bei dem
er der Verleumdung abermals für schuldig befunden wurde und daraufhin
am 25.02.1850 in Köln seine dreimonatige Haft antreten musste.
Eigentlich wäre Weerth in England sicher gewesen, da die englische
Regierung ihn nicht nach Preussen hätte ausliefern dürfen. Weerth
befürchtete jedoch den Verlust seiner zuvor gestellten Kaution sowie
eine steckbriefliche Verfolgung, die den Ruin für seine Geschäfte
bedeutet hätte, weil er nicht mehr nach Preussen hätte einreisen
können.
Nach seiner Freilassung veröffentlichte Weerth keine literarischen
Werke mehr. Er war tief enttäuscht von dem Scheitern der Revolution,
desillusioniert und verbittert. (10) Er wollte sich nicht, wie viele
der damaligen Dichter mit den politischen Zuständen arrangieren und nur
noch unpolitische, idyllische Texte schreiben, wie es z.B. Hoffmann von
Fallersleben (unpolitische Volkslieder) und Moritz Hartmann getan
hatten. Er wollte ein neues Leben beginnen und sich ganz dem
Handelsleben hingeben. Für ihn rückten von da an immer mehr die
künstlerischen, kulturellen, geschichtlichen und geographischen Aspekte
in den Vordergrund seines Lebens. Er unternahm viele Handelsreisen nach
Spanien, Portugal, Schottland, England, Frankreich und Deutschland, wo
er mehrere Verwandte wiedertraf, u.a. Betty Tendering, seine Kusine
zweiten Grades. Er verliebte sich damals auf Anhieb in sie. Im Herbst
1852 meldete sein damaliger langjähriger Chef Konkurs an und Weerth
trennte sich von ihm und übernahm die Agentur der Firma Steinthal &
Co. aus Manchester für Westindien. Am 07.12.1852 begann er sein Leben
in der "Neuen Welt".
Er zog nach St Thomas, eine der heutigen amerikanischen Jungferninseln,
damals jedoch noch in dänischem Besitz, von wo aus er weitere und
größere Handelsreisen nach Amerika, Kuba, Mexiko und Brasilien
unternahm. Aufgrund der damaligen Unerfahrenheit und der schlechten
Transportmittel waren solche Reisen sehr gefährlich, er überlebte
jedoch alle und konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Nach mehr als
zweieinhalb Jahren kehrte er am 15.06.1855 nach Southampton zurück.
Möglichst schnell versuchte er Verbindung zu Betty Tendering
aufzunehmen, die er während all seiner Reisen nicht vergessen konnte.
Nach mehrmaligem Treffen machte er ihr einen Heiratsantrag, den sie
jedoch entschieden ablehnte. Er versuchte noch mehrmals in
verschiedenen Briefen um die Liebe Bettys zu werben, jedoch vergeblich.
Er konnte sich nach seinen langen Reisen nicht mehr an das Leben an
einer Stelle gewöhnen und entschloss sich daher, völlig
niedergeschlagen von den vielen Enttäuschungen, die er in Europa erlebt
hatte, „der alten Welt den Rücken zu drehen“ (Weerth). Am 02.12.1855
erreichte er also abermals St Thomas, von wo aus er kürzere Reisen
startete. Im März 1856 entschloss er sich dann, nach Kuba
überzusiedeln, um sich in Havanna endgültig zur Ruhe zu setzen. (11)
Auf Kuba machte er mehrere kleine Reisen in die Städte. Am 23.07.1856
bekam Weerth auf einer Reise nach Santiago, welches auf der anderen
Seite Kubas liegt, sehr hohes Fieber und begab sich sofort in ärztliche
Behandlung. Erst am 26.07. diagnostizierte der Arzt eine
Gehirnhautentzündung, zurückzuführen auf Malaria, die jedoch schon so
weit vorangeschritten war, dass eine Heilung unmöglich war. Die letzten
Tage war er nicht mehr bei Bewusstsein und starb am 31.07.1856 auf
Kuba. Er wurde auf dem "Cemeterio General" Havannas beigesetzt.
Anmerkungen:
(1) Er war der erste in seiner Familie, der, anstatt den Beruf
des Kaufmanns oder des Händlers zu ergreifen, einen geistlichen Beruf
gewählt hatte. Er war ein angesehener Mann in Detmold, der als
fortschrittlich denkend und handelnd galt und ständig bemüht war, den
Armen, z.B. durch eine Verbesserung des Schulwesens, zu helfen.
(2) Elberfeld lag im damals industrialisiertesten Gebiets
Deutschlands und war eines der bedeutendsten Zentren der
Textilindustrie.
(3) Der "Maikäferbund" brachte außerdem die Zeitung "Maikäfer"
heraus, in der Weerth jedoch nichts veröffentlichte.
(4) „Durch seine Gespräche mit Engels und der Lektüre der
neuesten sozialistischen und kommunistischen Bücher, die ihm Engels
schickte, wurde Weerth mit sozialistischen und kommunistischen Ideen
vertraut. Engels machte ihn auch auf seine unmittelbare Umwelt
aufmerksam. So begann Weerth, sich für die arbeitende Klasse zu
interessieren. Er beschäftigte sich in zunehmendem Maße mit sozialen
Fragen und fing an, sich politisch zu engagieren. Sein politisches
Engagement machte den 22-jährigen Georg Weerth bald zu einem
leidenschaftlichen Kommunisten und Anwalt der arbeitenden Klasse.“
(Bernd Füllner (Hrsg.), Georg Weerth- Neue Studien, Aisthesis Verlag,
Bielefeld 1988)
(5) Seit sich Weerth mit der Lage der Arbeiterschaft
beschäftigte, wuchs sein Interesse für den Chartismus, den Lenin als
„die erste revolutionäre Massenbewegung der Arbeiterklasse“ beschrieb.
Während der 30er und 40er Jahre hatte sich die Chartistenbewegung
gespalten, und zwar in eine Gruppe, die ihr Ziel auf friedlichem Weg
erreichen wollte (die moral force Chartists), und eine, die bereit war,
Gewalt anzuwenden (physical force Chartists). vgl.: Uwe Zemke, Georg
Weerth. Ein Leben zwischen Literatur, Politik und Handel, Droste
Verlag, Düsseldorf 1989, S.48f.
(6) 1846/1847 hatten sich viele Kommunisten in Belgien
niedergelassen, da ihre politische Aktivität hier nicht so stark
eingeschränkt wurde und sie sich wesentlich freier bewegen konnten als
anderswo.
(7) In Köln waren die Chancen für eine Zeitungsgründung am
besten, da hier die Pressefreiheit durch den "Code Napoleon" relativ
groß war.
(8) vgl. die Verarbeitung in dem satirischen Gedicht „Kein
schöner Ding ist auf der Welt, als seine Feinde zu beißen“.
(9) London war zu dieser Zeit eine Art "Sammelplatz" für
Kommunisten und Demokraten aus ganz Europa geworden. Marx und Engels
hatten hier mit einer Reorganisation des "Bundes der Kommunisten"
begonnen, der der Zentralpunkt für alle Länder Europas werden sollte.
(10) Zitat aus einem Brief an Marx: „ Im ganzen ist alles der
alte Trödel, der alte Pöbel. Ich werde mich in das stillste Mauseloch
verkriechen und so wenig wie möglich mit der ganzen Lumperei verkehren.
An Revolutionen in Deutschland glaube ich nun einmal nicht; das
Vaterland existiert für mich nur, damit ich seinen billigen Moselwein
trinke und meine schlechten Witze darüber reiße.“ Uwe Zemke, a.a.O.,
S.157
(11) Kuba war im 19. Jahrhundert aufgrund des Klimas, des
Bodens und der günstigen Lage wegen der vielen Dampfschiffverbindungen
in einer wirtschaftlichen Blütezeit, sodass Weerth von dort aus ideal
verschiedene Geschäfte weiter betreiben konnte.
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